Nach einer großartigen, erholsamen Nacht im zauberhaften Kahoe sind wir am 24. Früh morgens nach Paihia gefahren, um von dort zu Wasser die Bay of Islands zu erkunden. Wir hatten eine Tagestour auf einem Touri-Boot gebucht, „Day in the Bay – the Cream Trip“. Vorbei an ca. 15 Inseln sind wir den ganzen Tag entspannt durch die Bucht geschippert. Das Wetter war traumhaft und auch wenn wir nicht die Möglichkeit hatten mit Delfinen zu schwimmen (das geht nur, wenn sie keine Jungtiere dabei haben und die Bedingungen sicher sind) haben wir alle den Tag sehr genossen. Außer Franzi, deren Magen das Tuckern auf dem friedlichen Meer nicht ganz so entspannend fand. Vielleicht erinnern sich ja noch welche von euch ganz treuen Lesern an unsere Waltour in Australien, auf der das Boot auf einmal ganz leer war und auch wir uns ganz schön durchgeschüttelt gefühlt haben. Verglichen damit, war das echt Entspannung pur! Das Meer war so ruhig, die Geschwindigkeit langsam und die Kapitän-in (?? captain halt, im Englischen ist das einfacher) war selbst so begeistert, dass sie ihre Euphorie kaum bremsen konnte und sich zwingen musste weiter zu fahren. Highlights der Tour waren zweifelsohne die vielen Delfine, die mit dem Boot mitgeschwommen sind und in der Ferne sooo schön gehüpft sind auch blaue Pinguine haben wir gesehen. Toll! Und auf einer der vielen Inseln haben wir einen Lunch-Stopover gemacht… Jörn war baden, ich war vielleicht bis zu den Oberschenkeln im Meer, dann wurden mir die Steine ohne Schuhe zu spitz. Aber schööön war’s. Die Strecke heißt übrigens deshalb Cream Trip, weil dort früher die Milchroute verlief, die den Bewohnern der Inseln Milch gebracht und die Versorgung übernommen hat. Auch heute noch bringt die Crew den wenigen Inselbewohnern die Post – oder Diesel, je nachdem viele der Inseln sind in Privatbesitz unterliegen jedoch staatlichen Auflagen. Das hat einen Businessman aus Auckland jedoch nicht abgehalten, seine Inselvilla zwölfstöckig zu bauen und einen Hubschrauberlandeplatz zu integrieren… irre. Faszinierend war auch die Fahrt durch das bekannte Postkartenmotiv „Hole in the Rock“ aber ich denke das zeigen die Bilder besser, als man es hier erklären könnte.
Wirklich ein wunderschöner Tag, etwas missmutig war ich nur wegen des Objektivs, das wir dann bei dem Elektro-Dealer in Auckland neu bestellt haben… :/ der kennt uns sogar schon…
Abends hat dann das heiß ersehnte Weihnachtsessen statt gefunden Über die Schafweide sind wir mit Katherina, die wir schon vom Stammtisch kennen und ihrem Freund zum Haupthaus gelaufen und dort die anderen Hostelbewohner kennen gelernt. Alles Deutsche… aber nett. Ein Büromäuschen, das sich Auszeit von Schreibtisch und Monitor gönnt und in NZ Farmarbeit macht, ein Arzt aus Berlin mit Frau und Kind, ein junges Pärchen aus Thüringen, die gerade ausgewandert sind und noch nicht so richtig wussten, was sie Weihnachten mit sich anfangen sollen. Gesprächsthemen gab’s genug. Und die Familie von Lyndsey und Stefano war auch lustig Das drei Gänge Menü hat Stefano als Buffet organisiert. Als Vorspeise gab es Antipasti: Käse, Dips, Wurst, Bruschetta, Oliven, Tomate-Mozzarella-Basilikum-Häppchen, Pastrami, Brot… ein Traum. Weiter ging’s mit Kassler, Truthahn, Gemüsefrikadellen, Risotto, Salzkartoffeln, Tzaziki (ganz untypisch für NZ), Zucchini-Auberginen-Gemüse, Salat… es war so viel ich erinnere mich kaum noch. Ich konnte jedenfalls nicht alles probieren. Als Nachtisch gab’s Pavlova, eine Sahne-Schaum-Baisee-Torte, nicht mein Fall, aber die Kiwis behaupten, das sei ihr Nationalnachtisch. Und Stefanos Mama hat Erdbeer-Zitronenkuchen gemacht. Der war toll!!! Und ich habe noch nie eigebackene Erdbeeren in Kuchen gegessen. Wir haben uns glaube ich alle etwas Überfressen. Aber das Essen war so genial – und ich glaube echt das Beste seit der Mercedes Weihnachtsfeier
Danach haben wir noch zusammen im Wohnzimmer gesessen und in Mandys Geburtstag reingequatscht – ich glaube zum Feiern waren wir alle zu KO. Aber es war echt schön und so gemütlich und ich hab das erste Mal mit Mandy ihren Geburtstag feiern können. So gut wie in unserer zweiten Nacht in Kahoe hab ich ewig nicht geschlafen.
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