Donnerstag, 15. Oktober 2009

Lost in Translation – mein erster Arbeitstag

Netterweise will Jörn für mich diesen Blogeintrag später online stellen, weil wir hier noch kein Internet haben. Wenn ich das aber nicht sofort aufschreibe, ist glaube ich der Eindruck nicht mehr präsent genug, um meine Erfahrung „first day“ richtig wieder zu geben… also, da bin ich nun, offizieller staff member des newsrooms von newstalk zb. Ich habe mich dort sehr nett begrüßt gefühlt. Lesley, die die Tagesschicht als CvD macht, war sehr nett und interessiert, was ich bis jetzt gemacht habe und nach einer kurzen Einführung von der News Redakteurin die die Morgennachrichtenschicht macht und die Nachrichten auch on air liest in das Redaktionsprogramm habe ich tatsächlich eigene Nachrichten geschrieben. Ich glaube acht Stück insgesamt – von Wetter, über Polizei meine erste Nachricht war über die Schweinegrippe. Macht das mal auf Englisch! Eine Studie über Sauertsoff-Zufuhr bei Schweinegrippe-Patienten die Atemschwierigkeiten haben und an verkleinertem Lungenvolumen hat nämlich positive Ergebnisse gezeigt – das war die Nachricht. Auf Englisch gar nicht so einfach!!! Respiration dysfunction hab ich bei Leo nachgeschlagen – ich geb’s zu :) aber wirklich was korrigiert hat der „Sub“ nicht – der wählt dann die gecshriebenen News der Reporter zur halben und vollen Stunde aus und gibt sie ins Studio. Die Studios docken übrigens direkt an den newsroom an, auch sehr interessant. Naja, jedenfalls hat Lawrence einmal einen tempus geändert, einmal meter in metre (willkommen in NZ, sprich übrigens nicht wie die Amis En-Sii, sondern En-Sed) achja und ein Komma hat er gesetzt. Und uaf einmal waren meine News on air. Dabei wusste ich doch gar nicht was ich tue. Aber da scheint es doch recht locker zuzuegehen… die eine läuft Barfuß rum alle duzen sich und melden sich mit „Newstalk NZ this is James/Laura/whoever speaking“ also formal ist da so garnix und statt „bye“ sagen auch alle „cheers“. Das Gute an den Arbeitsschichten ist übrigens, dass keiner wirklich Überstunden macht. Maximal 30 Minuten früher und später gehen – sonst klaut man jemand anders den Arbeitsplatz. Das ist auch mein Nachteil: Keine festen Ansprechpartner, keinen festen Arbeitsplatz, keine festen Zeiten. Bin mal gespannt auf meine erste Nachtschicht :/ etwas enttäuscht bin ich auch von der Tatsache, dass es so ein Schreibtischjob ist. Also der Sender arbeitet mehr wie eine Agentur, verkauft die Nachrichten auch weiter. Es gibt Nachrichten mit und ihne O-Ton, bei Breaking News auch mit Tönen. Aber Features oder Kollegengespräche, Reportagen, gebaute Stücke sowas alles gibt’s nicht. Auch keine Atmo demnach. Es fährt auch keiner raus auf Termine. Aufgenommen wird am Telefon. Das ist kostengünstig. Geschnitten und geschrieben wird im selben Redaktionsprogramm – auch das kannte ich so nicht. Naja, ich bin mal gespannt wie das noch wird. Auch wenn viele nette Geschichten erzählt haben (Angela war mal AuPair im Schwarzwald, zwei Sportredakteure haben schon für die Deutsche Welle in Bonn und Berlin gearbeitet) und wirklich ganz nett waren, sitze ich da halt doch viel rum und fühle mich etwas verloren. Ich kenne weder Städte noch Nachrichten, noch weiß ich eigentlich, was ich da tue. Außerdem ist da so eine Nachrichtenflut mit Radio (läuft sogar auf der Toilette) und Fernsehen (4 Sender gleichzietig) + Unterhaltung von 30 Redakteuren – das strengt doch an. Und keiner macht Pause oder verlässt das Büro. Aber das kenne ich ja schon… Also nach meinen acht Stunden heute war ich schon platt. Obwohl ich nix gemacht habe :) Da war’s schon schön nach Hause zu kommen und Jörn war da. Jetzt habe ich übrigens was gekocht (zum ersten Mal in unserer Küche!!) und räume noch die letzten Sachen auf. Jörn schläft schon wieder. Wird Zeit, dass er wieder gesund wird, dass wir zumindest Mal die Bude verlassen können :P aber die To-do-Liste nimmt kein Ende.. nach unserem es´rsten Mammut-Einkauf mit Wanderrucksäcken 2 Kilometer hin zwei beladen wieder zurück – haben wir doch 1, 2 Sachen vergessen und Milch ist schon wieder fast leer :P außerdem funktioniert die Spülmaschine nicht, was nicht so dramatisch ist, aber ich will die hinterher nicht bezahlen müssen, weil die meinen, wir haben’s kaputt gemacht. Und dieses Internet-Problem müssen wir lösen – dringend. Das ist ja mega ätzend so… außerdem uss ich nächste Woche wieder Nachrcihten schreiben für den deutschen Job – der, der auch Geld bringt. Fazit vom ersten Arbeitstag: Gott sei Dank ist bald Wochenende. Ehrlich, noch ein zwei Tage zum aklimatisieren wären gut gewesen. Vor allem, weil ich so lange arbeite, dass die Geschäfte wieder zu haben, wenn ich fertig bin usw. geht dieser Kram also wieder los *Augen roll* jetzt freue ich mich auch schon wieder auf’s Bett, das ist nämlich echt bequem. Wir melden uns wieder „vernünftig“ wenn das iNternet-Problem gelöst ist. CHEERS :)

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