Donnerstag, 15. Oktober 2009
USA – Ein Fazit
Die Amerikaner sind ein besonderes Volk. Zunächst einmal ist alles groß. Von sechsspurigen Straßen bis XXL Kaffee- und Eisbechern, über Autos, bis hin zu Möbeln in Hotelzimmern (Queensize Betten). Außerdem sind sie alle doch sehr aufgeschlossen. Wir wurden einfach auf Grund unserer äußeren Erscheinung so oft angesprochen – aber auf so nette, unkomplizierte Weise, dass es irgendwie sogar nett war. In Deutschland werden wir höchstens angestarrt – oder es kommt ein „Hilfe bis du groß“-Kommentar, der jede möglcihe Konversation im Keim erstickt. In USA haben wir auf der Straße, in Restaurants, in der Stadt, am Strand, im Bus so viele Leute kennen gelernt, wie wir in Deutschland nicht in einem Jahr kennen lernen würden. Natürlich nur auf oberflächlicher Ebene. Also jeder will einmal seine Geschichte erzählen, dass jemand in der Familie ist der auch mal Basketball gespielt hat, auch mal in Deutschland war, auch groß ist, auch mal eine Weltreise gemacht hat usw. usw. usw. aber abgesehen von der Einreise habe ich mich jederzeit willkommen gefühlt auch als offensichtlicher Touri mit Kamera um den Hals. Amerikaner sind uach außergewöhnlich höflich. Das fällt mir jetzt erst wieder auf. Sie halten immer die Tür auf, lassen Frauen immer vor, entschuldigen sich auch mehrfach, bedanken sich häufig – oft auch alles zu unrecht. Wenn ich jemand anrempele und der sich bei mir entschuldigt, bin ich ja schon verwirrt. Niedlich war auch Jörn, der total geschockt war, als er an der Supermarkt-Kasse gefragt wurde wie es ihm geht und er mehrfach nachgefragt hat, einfach weil er mit einer solchen Frage nicht gerechnet hat. Ich wurde im Supermarkt sogar mal gefragt, ob mir jemand die Tüten zum Auto tragen soll. Das fand ich schon wieder unangenehm. Zudem halten sich Amerikaner aber auch für die größten, besten und haben eine ganz eigene Wahrnehmung der Welt. Als wir da waren, wurde beispielsweise in den Medien ständig Obama gebasht, also richtig übel. Selbst als er den Friedensnobelpreis bekommen hat – die Nachricht kam auch, als wir da waren – haben sie noch auf ihm rumgehackt. Der Spiegel-Online-Artikel las sich daneben ganz anders. Amerikaner sind schon einfach anders. Aber unsere Reise war glaube ich für uns beide ein ganz besonderes Erlebnis.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen