Donnerstag, 26. November 2009

Piha Beach & Waitakere Ranges












Schwarze Straende, rauhe Wellen, schroffe Felsen, 160 Qudratkilometer Regenwald, unser erster Kauri und unser erster Wasserfall - endlich konnten wir die Waitakere Ranges und Piha erkunden.

Zur Erinnerung: Die Ranges, 30km westlich von Auckland, haben wir schon mal im Regen durchfahren... an den Strand haben wir uns gar nicht getraut, um keinen schlechten Eindruck zu erhalten. Aber da es im Regenwald (40% mehr Niederschlag als in Auckland - und in Auckland regnet es im Vergleich zu anderen NZ-Staedten auf der Nordinsel viel) mal ausnahmsweise nicht geregnet hat, sind wir nach der Arbeit ins Auto gesprungen und sofort losgefahren.

Ein erster kleiner Walk hat uns zum ersten Kauri-Baum unserer NZ-Reise gefuehrt. (http://en.wikipedia.org/wiki/Kauri) nachdem wir unsere Schuhe eingesprueht und abgeschrubbt haben (um bloss keine fremden Saatkoerner in den 'native bush' einzufuehren) haben wir uns sehr auf den Walk gefreut. Er sollte einfach sein und nicht so lange dauern - wir hatten ja nicht so viel Zeit und keine Wanderschuhe dabei. Einfach und schnell stimmte auch - nach zwei Minuten waren wir da. Und auch wenn der Anblick echt giantisch war, muss man sich, um wirklich fasziniert zu sein, schon vorstellen, was das jetzt fuer ein riesiger alter Baum ist, wir haben naemlich weder den Anfang noch das Ende gesehen... nur ein dickes Stueck Stamm, das nach oben und unten im Regenwalddickicht verschwunden ist.

Also sind wir den "Scenic Drive", die Hauptsrasse durch die Ranges weiter gefahren nach Piha. Ein Ort, der vom Surfen und den Aucklandern leben Leben soll, die am Wochenende kommen, sagt der Reisefuehrer. Von "Ort" hab ich da allerdings nix gesehen. Ein paar Haesuchen, ein Surfverleih, eine Surfschule, ein Surf-Repair-Shop - kein Shop, keine Tankstelle.
Aber wir waren ja auch wegen dem Strand da.

Der Strand gilt als einer der gefaehrlichsten Neuseelands. Es ist der einzige, an dem Rettungsschwimmer im Einsatz sind, was dem Ort die Reality-TV-Show "Piha Rescue" beschert hat. Die Straende dort sind auch als Black-Sands bekannt und ich weiss jetzt auch warum - es ist purer, gemahlener Granit. Wirklich dunkel. Wie Asche etwas, aber ganz ganz fein. Die Wellen sind so unregelmaessig und laut (ja wirklich) dass es am ruhigen Strand schon etwas befremdlich ist. Mitten am Strand ist ein riesiger Fels, der Lion Rock, 110 Meter hoch auf den man hochklettern kann. Und klettern meine ich auch so. Mini-Holzstufen wirken provisorisch, am Anfang klettert man nur Steil den Fels hoch. Die Aussicht auf den breiten Strand und die hohen Wellen ist aber toll. Und faszinierend ist auch, wie dicht und gruen der Stein bewachsen ist... da wohnen auch so viele Singvoegel direkt am Meer, obwohl wirklich starker Wind weht (ich hatte eine Jacke an, die einheimischen sind gesurft...)
Mitten ueber den Strand fuehrt auch ein Fluss aus dem Regenwald, der ins Meer fliesst. Man muss also wirklich IMMER checken wann Ebbe und Flut ist, sonst wirds auch mit dem Fluss gefaehrlich... Besonders schoen war der Sonnenuntergang. Wir waren ja an der Westkueste des Landes, da wo die Sonne also am Meer am Horizont verschwindet.
Ich glaube ich habe ueber 100 Fotos nur am Strand mit der Sonne gemacht, das war wirklich unglaublich, wobei unser 18mm Weitwinkel fuer Aufnahmen mit dem gigantischen Lion Rock echt unterdimensioniert war... wir sind nicht so ausgeruestet fuer Landschaftsfotografie stelle ich fest.

Schoen war auch unser kleiner Stopp an einem Wasserfall. Davon soll es ja soooooooooo viele in Neuseeland geben und dieser soll klein und unspektakulaer sein. Wir fanden's toll. Wie da das Wasser den Fels runter saust, obwohl es den ganzen Tag trocken war - faszinierend.
In Karekare (kaerry-kaerry) habe ich auch den ersten Strand gesehen, der wirklich nur bei Ebbe zuegaenglich ist... leider waren wir bei Flut da - also haben wir wohl einen Grund noch mal zu kommen.

Unglaublich, dass man sowas einfach nach der Arbeit machen kann, oder? Fuer einen Wanderweg hat's zwar nicht gereicht, aber allein um den Sonnenuntergang (etwa um 8.15 pm zurzeit) zu sehen hat es sich gelohnt.

Piha hatte etwas wildes, uriges, unarrangiertes. Die gesamte Landschaft dort ist fuer mich "typisch" fuer Neuseeland - naemlich voller Kontraste. Friedliches plaetschern, neben stroemenden Wasserfaellen, sanftes Rauschen neben riesigen Wellen... und Spaziergaenger, die sich freuen, mal andere Gesichter am Strand zu sehen und an jeder Ecke Smalltalk halten.

Auch die Einheimischen im Hip-Hop-Look haben an Aussichtspunkten gestanden und auf ihren Motorhauben sitzen auf den Sonnenuntergang oder Aucklands Skyline in der Ferne geschaut. Die wissen das also auch noch zu schaetzen.
Irgendwie fiel es uns jedenfalls beiden schwer, nach so einem Ausflug einfach wieder arbeiten zu gehen und am schreibtisch zu sitzen wenn draussen, direkt vor unserer Tuer sozusagen, das Abenteuer wartet....

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